Frisch vom Acker direkt auf den Tisch

Frisch vom Acker direkt auf den Tisch so erlebe ich es in Süditalien (Apulien) in der Masseria, in der ich wohne. Das war ein super gutes Erlebnis, denn so frisch und besonders lecker habe ich mein Essen noch nie in einem Hotel oder Restaurant bekommen.

Regional und saisonal kann man hier im wahrsten Sinne des Wortes in höchster Qualität genießen. Alle Produkte, die auf den Tisch kommen, sind direkt vom Land rundherum geerntet. Die unverwechselbare Esskultur hat Tradition in Apulien. Hier konnte ich kulinarischen Hochgenuss erleben. Das fruchtige Olivenöl, der kräftige Rotwein, die saftigen Tomaten und die handgemachte Pasta – die typischen Zutaten der mediterranen Kost, haben mich immer wieder erfreut.

“Die Küche ist der Ort des Hauses, wo Liebe und Wärme übertragen werden. Diejenigen, die sich dafür entscheiden, die meiste Zeit in der Küche zu verbringen, haben die Leidenschaft für die Natur, Respekt für Pflanzen, Tiere und Menschen. Ein gutes Gericht muss die Fröhlichkeit vermitteln, mit der es vorbereitet ist, es muss Freude erwecken, es zu empfangen, weil es immer alle Sinne erfüllen kann” sagt die Besitzerin der Masseria, in der ich wohne.

 

Was ist eigentlich eine Masseria

Die Masserie in Apulien gehören zu den landestypischen und daher reizvollsten Ferienunterkünften Italiens überhaupt.

Ihr geschichtlicher Ursprung reicht zum Teil bis zum Jahre 1000 zurück. Der Name in der apulischen Landschaft so typischen Masseria stammt vom lateinischen Wort “massa” ab, das soviel wie landwirtschaftlich genutzter Boden bedeutet.

In der Regel handelt es sich dabei um restaurierte burgähnliche Bauerngehöfte adliger Großgrundbesitzer. Eine Masseria könnte man also als historischen oder ehemaligen Wehrbauernhof beschreiben. Typisch dafür sind Wachtürme, die diese zum Schutz vor Sarazenen, Türken und anderen Eindringlingen gebaut hatten.

Das Angebot reicht von bescheidenen rustikalen Schlafstätten bis zu behutsam restaurierten Gehöften mit Luxuskomfort, in denen die landwirtschaftlichen Produkte direkt vermarktet und / oder selbst genutzt werden.

Einige Masserie, die im Landesinneren ab dem Mittelalter wie eine zweite Verteidigungslinie gegen vom Meer kommende Feinde, Piraten, Plünderer, Räuber bildeten, sind heute mehr oder weniger feudale Landhotels.

Diese “Bauernhöfe” beruhten auf einem selbsttragenden System, und neben dem Haus des reichen Herrenhauses gab es auch Bauernhäuser, Stallungen, Futter und Erntevorkommen.  Um sich als Masseria bezeichnen zu können braucht es neben den alten Gebäuden  immer auch die Landwirtschaft drumherum.  Ich wohnte in einer Masseria mit ca. 130 Hektar Land. Das Anwesen bewirtschaftet Oliven und Wein. Im Gemüsegarten wächst alles was die Köchin für ihre traditionellen Gerichte braucht. Dazu gehören natürlich auch ganz viele Kräuter.

Der Besuch des befreundeten Fischers entscheidet über den Hauptgang der Abendkarte und das Fleisch kommt von der benachbarten Masseria, die neben den Oliven auch Stallungen mit Tieren bewirtschaftet.

 

 

Apulien

Apulien- Süditalien zählt wegen seiner zahlreichen kulturhistorischen Denkmäler und vor allem der außergewöhnlichen, teilweise noch als Geheimtipp geltenden Naturschönheiten zu den atemberaubenden Regionen Italiens.

Nirgendwo sonst als in Apulien zeigen sich dem Reisenden jahrhundertealte Olivenhaine (50 Mio hat man hier gezählt) und Rebenpflanzungen, soweit das Auge reicht. Die monumentalen Olivenbäume sind hier sogar durch regionale Gesetzte geschützt.

Weiterhin überrascht die Fülle beeindruckender mittelalterlicher Schlösser, Burgen und Klöster, die heute noch den apulischen Alltag prägen. Dazu sind hier noch zahlreiche alte und denkwürdige Höhlenkirchen zu finden.

In Apulien kommen nicht nur Geschichtsliebhaber auf Ihre Kosten, sondern auch Naturbegeisterte, Kunstinteressierte und Sonnenhungrige. Weiterhin können Sie kulinarischen Hochgenuss erleben mit der unverwechselbaren Esskultur , die ich ja weiter oben schon beschrieben habe.